Es war im Jahr 1973, als der junge Barockgeiger Reinhard Goebel mit einigen Kommilitonen sein Ensemble Musica Antiqua Köln gründete — um damit bereits nach wenigen Jahren enorme Erfolge zu feiern, durch Länder und Kontinente zu touren und so ziemlich jeden Preis abzuräumen, der in der Barockszene zu haben war; und das zu großen Teilen mit bis dahin gänzlich unbekanntem Repertoire. Nach 33 Jahren Musica Antiqua wandte sich der Geiger 2006 dann als Dirigent neuen Aufgaben zu: (modernen) Symphonieorchestern, denen er nunmehr einen Zugang zum frühen Repertoire vermittelt. Hier erzählt er von seinen Eindrücken der Alte Musik-Szene heute, von dem, was wir wissen — und vor allem von dem, was wir immer noch nicht wissen. Und davon, was mit modernen Orchestern geht oder nicht geht.
Was können Sie heute mit modernen Orchestern machen, was mit Barockinstrumenten nicht möglich ist — und vice versa?
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