Barockmusik muss nicht staubtrocken sein. Marie Théoleyre und Guillaume Haldenwang, die Gründer von La Palatine, wollen seit 2019 Ohren „entrosten“, Noten vom Staub befreien und ihr Publikum mit farbenfrohen Shows für Barockmusik begeistern. Das Porträt eines Ensembles, das mit Traditionen bricht.
Barocke Jugend
Marie Théoleyre begann mit Klavier und Horn. „Ich habe das viel zu lange gemacht“, lacht sie. Mit zehn kam sie in den Chor der Maîtrise de Franche-Comté, machte ein Bac TMD (Techniken der Musik und des Tanzes) und studierte später am Konservatorium Amsterdam. „Schon in meinem Kindergarten-Zeugnis stand: ‚Marie wird Opernsängerin.‘“ Ihre Eltern hatten ein Abo an der Opéra Bastille, und sie wusste früh: „Ich wollte immer Sängerin werden.“ Nach einer Phase der Unsicherheit bildete sie sich in Genf und am CRR Paris weiter – und entdeckte dort die Barockmusik. Und Guillaume: „Ich habe ihn in einem Flur für eine Meisterklasse abgepasst.“
Guillaume Haldenwang startete mit Cembalo am Konservatorium von Niort. „Ich war besessen von Ludwig XIV. – und bin es immer noch.“ Mit elf wechselte er zum Klavier: „Erst wollte ich Tänzer begleiten, dann einfach alles.“ Nach einer Pause kehrte er zum Cembalo zurück, ebenfalls am CRR Paris. „Meine Eltern dachten erst, ich würde Arzt – aber ich war einfach zu schlecht in der Schule!“
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