Maximilien Hondermarck hat die Leitung des Internationalen Barockopernfestivals von Beaune übernommen und ihm eine neue Dynamik verliehen, während er gleichzeitig dem treu bleibt, was den Erfolg des Festivals ausmacht: sein einzigartiger Rahmen, die Vielfalt seines Programms und seine burgundische Gastfreundschaft.
Eine neue Leitung, die dem Geist des Festivals treu bleibt
Nach einem Gesangsstudium am CRR in Paris und einem Masterabschluss in Verwaltungsrecht von Sciences Po Paris, war Maximilen de Hondermarck zunächst bei der Banque de France tätig, dann bei der Organisation des Corneille-Wettbewerbs für Barockgesang in der Normandie, und zuletzt im Kabinett des Generaldirektors für Kulturerbe und Architektur im französischen Kulturministerium. Dank dieser vielfältigen Erfahrungen konnte er den Verwaltungsrat mit seinem ehrgeizigen Konzept für das Festival de Beaune überzeugen und wurde 2024 zum Direktor ernannt, nachdem er sich im öffentlichen Auswahlverfahren gegen 17 Mitbewerber durchgesetzt hatte. Für Maximilien Hondermarck gehört das Festival international d’opéra baroque de Beaune zu den unumgänglichen Terminen für alle, die dieses Repertoire lieben. Das 1982 von Anne Blanchard und ihrem kürzlich verstorbenen Ehemann Kader Hassissi gegründete Festival war Schauplatz unvergesslicher Auftritte: von den außergewöhnlichen Darbietungen von René Jacobs oder Andreas Scholl bis hin zu den Debüts von Christophe Rousset oder Raphaël Pichon…
Als der junge Direktor an der Ausgabe 2024 im Hinblick auf seine Übergabe an Anne Blanchard teilnahm, berichtete er, dass er von der Qualität des Publikums, seiner Kenntnis und seinem Interesse am Repertoire beeindruckt gewesen sei — was seine Intuition bestätigte, die er bei seiner Bewerbung als neuer künstlerischer Leiter des Festivals gehabt habe. Zu seinen Plänen gehört es, mehr junge Talente in das Programm aufzunehmen und den Schwerpunkt auf die außermusikalische Dimension der Veranstaltung zu legen: die burgundische Geselligkeit und die Entdeckung des reichen Kulturerbes der Stadt Beaune. So wird diese neue Ausgabe selten geöffnete Türen aufstoßen, wie er stolz verkündet. Drei neue außergewöhnliche Orte werden Konzerte beherbergen, die Chapelle des Visitandines, die Chapelle de la Charité und die Chapelle des Jacobins, in denen man im Gegensatz zum Cour des Hospices und der Basilika ein intimeres Repertoire präsentieren kann. „Die ganze Stadt Beaune atmet Kunst und Geschichte: Viele ehemalige Klöster haben dieses einzigartige Erbe geformt“, erklärt er. „Das Festival kann ein Publikum anziehen, das sowohl an unserem Programm als auch an diesem außergewöhnlichen historischen Umfeld interessiert ist, da 60% des Publikums nicht aus der Region stammen.“
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