Zwischen April und Mai widmet sich das musikalische Programm des Pariser Louvre-Museums der Frage der Hybridisierung und der vielfältigen Einflüsse, die sowohl europäische als auch außereuropäische Komponisten geprägt haben.Eine überraschungsreiche Reise von Venedig bis Istanbul durch den Mittelmeerraum bietet der Cellist und Komponist Giovanni Sollima, der für diesen Anlass das Ensemble Il Pomo d’Oro dirigiert (9. April 2025).Das Simply Quartet stellt Mozart und Beethoven dem wohl bedeutendsten chinesischen Komponisten Tan Dun gegenüber – in einem Konzert, das im Zusammenhang mit der Ausstellung „Une passion chinoise“ („Eine chinesische Leidenschaft“) steht (14. Mai 2025).
Und im Rahmen der Ausstellung „Die Mamluken, 1250–1517“ lädt das junge Mittelaltermusik-Ensemble Apotropaïk (28. Mai 2025) zu einem einzigartigen Konzert ein: „Troubadours in andalusischen Gärten“. Eine Reise ins Herz des 13. Jahrhunderts – in eine Zeit, in der die Kunst der Troubadoure auf die arabisch-andalusische Musik trifft.Das Konzert schlägt eine Brücke zwischen dem „trobar“, dem okzitanischen Wort, das daran erinnert, dass ein Troubadour vor allem „der Findende“ ist – der Musik und Poesie miteinander verbindet – und dem „tarab“, dem arabischen Begriff für die emotionale Verschmelzung zwischen Musiker:innen und Publikum.So lässt uns das Konzert die Tradition musikalischer und poetischer Wettkämpfe wiedererleben – eine Tradition, die in Spanien oder im Maghreb bis heute lebendig ist – sowie eine aktuelle Neuinterpretation einiger Miniaturen, wie sie in den Cantigas de Santa María überliefert sind.


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