Ob auf einem modernen oder barocken Cello – Hanna Salzenstein fühlt sich auf beiden Instrumenten gleichermaßen zu Hause. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Arbeit mit dem Ensemble Le Consort, wo sie mit Théotime Langlois de Swarte und Justin Taylor musiziert. Inzwischen geht sie auch eigene Wege, sowohl auf der Bühne als auch im Studio, und widmet sich besonders der italienischen Musik des frühen 18. Jahrhunderts. Dabei stellt sie Vivaldis Konzerte spannenden, heute vergessenen Werken seiner Zeitgenossen gegenüber.
Wie hat Ihr musikalischer Weg begonnen?
Hanna Salzenstein: Meine Eltern sind keine Musiker, aber meine Mutter fand es wichtig, dass alle ihre Kinder ein Instrument lernen. Da mein Bruder und meine Schwester bereits Geige und Klavier spielten, begann ich mit dem Cello. Da habe ich meine Ausbildung am CRR, dem Conservatoire à rayonnement régional inParis begonnen und bin dann den klassischen Weg weitergegangen – bis zum Le Conservatoire national supérieur de musique et de danse in Paris, wo ich mit 16 in die Klasse von Michel Strauss aufgenommen wurde. Danach habe ich meinen ersten Master bei Raphaël Pidoux gemacht – eine prägende Begegnung, nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch musikalisch und menschlich. Nach zwei Jahren hat er mir dann empfohlen, noch einen Master für Barockcello in der Klasse von Christophe Coin anzuschließen.
Wie war damals Ihre Beziehung zur Alten Musik?
H. S.: Ich habe sie zwar gehört und gelegentlich gespielt, aber eigentlich keinen riesigen Unterschied zu dem gesehen, was ich sonst gemacht habe. Der Wechsel auf ein historisches Instrument fühlte sich für mich dann auch ziemlich natürlich an – mein Spiel passte einfach gut zu diesem Repertoire. Dass das Barockcello keinen Stachel hat, war für mich zum Beispiel kein großes Problem. Viel kniffliger war es, sich an die Wirbel zum Stimmen zu gewöhnen, da brauchte es etwas Übung. Vor allem aber habe ich eine völlig neue Repertoire-Welt entdeckt, die mich sofort begeistert hat!
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