Amsterdam, Potsdam, Graz, Leipzig

→Purcell, Steffani, Draghi … – der Barocksommer ist in vollem Gange: von Amsterdam über Graz und Leipzig bis nach Potsdam.

Amsterdam, Potsdam, Graz, Leipzig
© Björn Comhaire

All over Purcell von Il Gardellino in Amsterdam

Standing Ovations und ein volles Haus im Amsterdamer Concertgebouw für Il Gardellino Orchestra beim Konzert All over Purcell. Auf dem Programm standen das „Lamento” (aus Dido and Aeneas), das „Cold Song” (aus King Arthur) und mehrere Passagen aus The Fairy Queen.

Mit Sarah Connolly, Alison Lau, Arturo den Hartog, Il Gardellino Orchestra und Korneel Bernolet.

© Stefan Gloede/Musikfestspiele Potsdam Sanssouci

Steffanis Orlando generoso in Potsdam Sanssouci

Orlando generoso, inspiriert von Ariosts Orlando furioso (1516), ist die erste italienische Oper, in der Orlandos Liebeswahn zum Ausdruck kommt. Die Oper wurde 1691 von Agostino Steffani am hannoverschen Hof uraufgeführt und wird diesen Sommer in einer Inszenierung von Jean Renshaw und unter der musikalischen Leitung von Dorothee Oberlinger und ihrem Ensemble 1700 in der Orangerie im Park Sanssouci in Potsdam wiederaufgeführt.

Mit Terry Wey, Hélène Walter, Natalia Kawalek, Shira Patchornik, Morten Grove Frandsen, Florian Götz, Gabriel Diaz, das Ensemble 1700 und Dorothee Oberlinger.

© Styriarte / Nicola Milatovic

Draghis Ballettoper zur Eröffnung des Styriarte-Festivals in Graz

Das Styriarte-Festival wurde in Graz im Palais Eggenberg (das dieses Jahr sein 400-jähriges Bestehen feiert) mit der deutschen Version der Ballettoper „Das verwunschene Glück” (italienischer Originaltitel: „Gl’incantesimi disciolti”) des Hofkomponisten Antonio Draghi eröffnet. Das Werk wurde 1673 in Graz anlässlich der Hochzeit von Kaiser Leopold I. uraufgeführt, der selbst eine Arie beisteuerte.

Mit Sophie Daneman, Johanna Falkinger, Anna Manske, Markus Schäfer, Julian Habermann, Dietrich Henschel und Michael Hell.

© Gerd Mothes

Der Bachpreis 2025 geht an den Oboisten Marcel Ponseele

Beim Bachfest Leipzig erhielt der belgische Oboist Marcel Ponseele die Bach-Medaille der Stadt Leipzig aus den Händen von Oberbürgermeister Burkhard Jung und dem Direktor des Bach-Archivs, Peter Wollny. Letzterer sagte in seiner Laudatio: „Johann Sebastian Bach hat nicht weniger als 216 Solostücke für die Oboe komponiert. Es ist daher fast überraschend, dass wir die Bach-Medaille bisher noch nicht an einen Oboisten verliehen haben. Heute ehren wir einen Mann, der eins mit seinen Oboen ist.“ Anschließend spielte der Preisträger Bachs Passionsoratorium mit Il Gardellino Orchestra.

Mit Il Gardellino Orchestra und Marcel Ponseele.