Die h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach (in unserem Video aufgenommen im April 2023 in der beeindruckenden Kulisse der Chapelle Royale de Versailles), gilt als eines der vollendetsten Werke barocker Kirchenmusik. Sie besticht durch die überwältigende Schönheit ihrer Chorsätze und eine Fülle virtuoser Arien. Sir John Eliot Gardiner präsentiert in unserem Video eine Interpretation dieses Meisterwerks mit den English Baroque Soloists und seinem Monteverdi Choir — Ensembles, die lange wohlbekannt für ihre Interpretationen barocker Sakralmusik waren.
Die Entstehungsgeschichte dieser berühmten Messe ist faszinierend: Bach stellte sie um 1748 in Leipzig fertig, zwei Jahre vor seinem Tod. Dabei griff er auf seine „Missa Brevis“ von 1733 zurück – ein Kyrie und ein Gloria, die für den Kurfürsten von Sachsen und dessen prächtige katholische Hofkapelle in Dresden bestimmt waren. Zudem baute er auch einige ältere Kompositionen ein, darunter das Sanctus, das auf Weihnachten 1724 datiert ist, und ergänzte sie um neue Kompositionen. Sein Sohn Carl Philipp Emanuel nannte das Werk später die „Große katholische Messe“. Anders als viele andere seiner geistlichen Werke war diese Messe aber wohl nicht für eine konkrete Aufführung gedacht – sie scheint vielmehr als eine Art musikalisches Vermächtnis zu stehen, eine Summe aus fünf Jahrzehnten kompositorischen Schaffens von Kantaten und Passionen.
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